Wissensintensive Bioökonomie

Über 50 % der Landesfläche sind bewaldet. Gemeinsam mit einer leistungsfähigen Landwirtschaft bildet dies die Grundlage für eine nachhaltig gesicherte industrielle Bioökonomie in Lettland.

Wertschöpfung aus erneuerbaren Ressourcen

Die Bioökonomie in Lettland verbindet nachhaltige Rohstoffe mit industrieller Fertigung und technologischer Weiterentwicklung. Der Sektor ist fest in europäische Lieferketten integriert und zählt zu den zentralen Industriebereichen des Landes.

Holzverarbeitung, Landwirtschaft, Fischerei und Lebensmittelproduktion werden systematisch technologisch weiterentwickelt. Industrielle Biotechnologie, Biorefining und Kreislaufwirtschaft erhöhen die Wertschöpfungstiefe und stärken die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb des EU-Binnenmarktes.

Für deutsche Unternehmen bedeutet das:
ein EU-Produktionsstandort mit gesicherter Rohstoffbasis, verlässlichen regulatorischen Rahmenbedingungen und wettbewerbsfähiger Kostenstruktur.

Die Innovationsstrategie RIS3 (2024–2027) setzt klare Investitionsschwerpunkte in industrielle Biotechnologie, Biomaterialien und effiziente Biomassenutzung.

Wesentliche Vorteile

Hohe industrielle Verarbeitungstiefe

Nachhaltig bewirtschaftete Rohstoffbasis

Qualifizierte Fachkräfte

Integration in nord- und mitteleuropäische Lieferketten

Rechtssicherheit im EU-Binnenmarkt

Wichtige Fakten

In Lettland sind rund 51 % der Landesfläche bewaldet (ca. 3,3 Mio. Hektar). Der nachhaltig bewirtschaftete Holzvorrat beträgt rund 681 Mio. m³.

Die Bioökonomie trägt über 10 % zur nationalen Bruttowertschöpfung bei und stellt rund 20 % der Gesamtexporte.

Mehr als 28.000 Unternehmen und rund 120.000 Beschäftigte sind in bioökonomierelevanten Branchen tätig – von der Primärproduktion bis zur industriellen Verarbeitung.

Zusätzlich bieten rund 400.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen weiteres Entwicklungspotenzial für Investitionen und Produktionsausbau.

Hauptuntersektoren

Zu den wichtigsten Teilsektoren der wissensintensiven Bioökonomie zählen:

Holzverarbeitung und Holzwerkstoffe

Die Holzindustrie zählt zu den exportstärksten Branchen Lettlands. Neben klassischer Verarbeitung entstehen technische Werkstoffe und spezialisierte Industrieprodukte mit hoher Fertigungstiefe. Unternehmen wie Latvijas Finieris stehen für internationale Marktintegration.

Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung

Industrielle Biotechnologie und Biorefining

Biomaterialien und biobasierte Chemie

Die Branche in Zahlen: Ein Überblick

51

Waldanteil an der Landesfläche (2024)

681

Mio. m³ nachhaltig bewirtschafteter Holzvorrat (2024)

10

Anteil an der nationalen Bruttowertschöpfung (2024)

20

Anteil an den Gesamtexporten (2024)

28

Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette (2024)

120

Beschäftigte im Bioökonomiesektor (2024)

400

Hektar landwirtschaftliches Entwicklungspotenzial (2024)

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Die wichtigsten Fakten über die wissensintensive Bioökonomie in Lettland

Branchen-Superstars

Latvijas Finieris

Latvijas Finieris hat sich auf die Produktion und den Verkauf von Birken-Sperrholz sowie die Entwicklung neuer Produkte aus Birken-Sperrholz spezialisiert. Heute ist Latvijas Finieris international tätig, mit Produktionsstätten in Lettland, Litauen, Estland und Finnland sowie 12 vollständig im Besitz befindlichen Produktentwicklungs- und Vertriebsunternehmen in Europa und Übersee. Ihr Umsatz erreicht 250 Millionen EUR. Die Produkte werden in mehr als 60 Ländern verkauft.

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Latvijas Valsts Meži

Die Staatlichen Wälder Lettlands verfolgen staatliche Interessen in der Forstwirtschaft, indem sie den Wert der Wälder erhalten und steigern und dabei den maximal möglichen Gewinn aus der Waldbewirtschaftung erzielen. Hierfür beschäftigen sie mehr als 1400 Mitarbeiter. Der jährliche Umsatz der "Staatlichen Wälder Lettlands" liegt bei rund 405 Millionen EUR.

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Cross Timber Systems

Cross Timber Systems ist das größte Unternehmen, das in Nordeuropa und Skandinavien kreuzverleimte Holzplattenprodukte herstellt. Ihr hergestelltes Produkt als Baumaterial ist kostengünstiger, erzeugt weniger Abfall, bietet eine kürzere Bauzeit, mehr Haltbarkeit und bessere Logistik. Die jährliche Produktionskapazität von Cross Timber Systems beträgt 25.000 m3.

Latgran

Latgran ist ein in Lettland ansässiger Hersteller von Holzpellets für die Industrie. Das Unternehmen wurde 2004 gegründet und gehört dem estnischen Unternehmen "Graanul Invest". Latgran beschäftigt mehr als 120 Mitarbeiter und produziert in vier Fabriken in Lettland jährlich über 500.000 Tonnen Holzpellets. Die Produkte des Unternehmens sind chemiefrei und gelten als umweltfreundlicher Brennstoff.

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Stora Enso

Stora Enso ist einer der weltweit führenden Entwickler von Lösungen auf Holz- und Biomassebasis für verschiedene Branchen und Anwendungen. Global beschäftigt es rund 26.000 Mitarbeiter in 30 Ländern, und der Umsatz liegt über 10 Milliarden EUR. Das Unternehmen betreibt in Lettland ein Sägewerk und eine Verpackungsfabrik.

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Kronospan

Kronospan ist der Weltmarktführer in der Herstellung von Holzplatten und wurde 1897 in Österreich gegründet. Die Gruppe besteht aus mehr als 40 Fabriken weltweit und beschäftigt 14.000 Mitarbeiter. Die Produktionsstätte in Lettland wurde 2005 eröffnet. Heute hat der Jahresumsatz von Kronospan in Lettland mehr als 230 Millionen EUR erreicht.

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