Lettland vertieft Zusammenarbeit in Berlin

Vom 14. bis 17. September wird eine lettische Wirtschaftsdelegation im Rahmen einer von der Lettischen Investitions- und Wirtschaftsförderugsagentur (LIAA) organisierten Delegationsbesuch in Berlin deutsche Unternehmen, Investoren, Innovationszentren und Forschungseinrichtungen treffen. Am 16. und 17. September wird Wirtschaftsminister Viktors Valainis das Programm der Delegation begleiten. Im Mittelpunkt des Besuchs stehen Informations- und Kommunikationstechnologien, FinTech, Life Sciences sowie Verteidigungs- und Dual-Use-Technologien.

Ziel der Reise ist es, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Lettland und Deutschland zu vertiefen, neue Geschäftskontakte zu knüpfen und die Möglichkeiten lettischer Unternehmen auf dem deutschen Markt auszubauen.

Deutschland ist Lettlands zweitgrößter Handelspartner. Im Jahr 2025 erreichte das Handelsvolumen von Waren und Dienstleistungen zwischen beiden Ländern 5,5 Milliarden Euro. Die lettischen Exporte nach Deutschland beliefen sich auf 2,09 Milliarden Euro und verzeichneten damit ein Wachstum von 7% gegenüber dem Vorjahr. Deutschland ist zudem der wichtigste Exportmarkt für lettische Dienstleistungen.

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„In den vergangenen Jahren haben wir gezielt daran gearbeitet, lettischen Unternehmen immer bessere Möglichkeiten auf dem deutschen Markt zu eröffnen, und diese Arbeit zeigt bereits konkrete Ergebnisse. Lettische Unternehmen bauen ihre Präsenz in Deutschland kontinuierlich aus. So haben ‚Olpha‘ und mehrere andere lettische Unternehmen eigene Tochtergesellschaften in Deutschland gegründet. Gleichzeitig plant das deutsche Unternehmen ‘SCHWENK’ in Lettland ein Investitionsprojekt von mehr als 500 Millionen Euro zur Entwicklung einer klimaneutralen Zementproduktion in Brocēni.

Unser Ziel muss nun noch ambitionierter sein: die Einbindung lettischer Unternehmen in europäische industrielle Lieferketten, die gemeinsame Entwicklung von Produkten und Technologien sowie die Gewinnung neuer Investitionen. Dafür gibt es eine solide Grundlage: Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die lettischen Warenexporte nach Deutschland um 10 %, während die Dienstleistungsexporte im ersten Quartal um 23 % zunahmen. Dieses Wachstum müssen wir nutzen, um die Position lettischer Unternehmen in Branchen mit hoher Wertschöpfung weiter zu stärken“, betont Wirtschaftsminister Viktors Valainis.

Das Programm orientiert sich an den Zielen der lettischen Unternehmen

Für Unternehmen aus den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologien, Verteidigungs- und Dual-Use-Technologien, FinTech sowie Life Sciences wurden branchenspezifische Programme mit potenziellen Kunden, Kooperationspartnern und Investoren vorbereitet. Darüber hinaus sind Besuche bei deutschen Unternehmen, Innovationszentren und Forschungseinrichtungen vorgesehen.

Unternehmen aus dem IT-Sektor werden am „Big Bang AI Festival“ sowie am 6. German-Baltic Digital Summit 2026 teilnehmen. Geplant sind zudem Besuche bei der Tesla-Gigafactory Berlin-Brandenburg und dem Technologieunternehmen HEIDELBERG.

Unternehmen aus dem Verteidigungs- und Dual-Use-Bereich werden sich über Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Drohnen- und Abwehrsysteme, Robotik, Resilienztechnologien sowie Verteidigungslieferketten austauschen. Geplant sind zudem Besuche im Resilienz- und Technologiezentrum Marienpark Berlin sowie beim deutschen Verteidigungstechnologie Unternehmen Andres Industries AG.

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Vertreter der FinTech-Branche werden sich mit Akteuren des Berliner FinTech-Ökosystems über die EU-Regulierung für Krypto-Dienstleister (MiCA), den Marktzugang in Deutschland und Investitionsmöglichkeiten austauschen.

Vertreter der Life-Sciences-Branche erhalten die Möglichkeit, den Wissenschafts- und Technologiestandort Campus Berlin-Buch sowie das Medizintechnikunternehmen BIOTRONIK kennenzulernen.

Auch deutsche Unternehmen werden die Gelegenheit haben, sich über Investitions- und Kooperationsmöglichkeiten in Lettland zu informieren. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von Rechenzentren in Lettland.

„Der deutsche Markt ist groß, technologisch fortschrittlich und verfügt über ein weitreichendes internationales Netzwerk. Für lettische Unternehmen ist es daher wichtig, nicht nur Partner in Deutschland zu finden, sondern auch die Chancen dieses Netzwerks in anderen Märkten zu nutzen.

Die geplante trilaterale Absichtserklärung zwischen der LIAA, der Deutsch-Baltischen Handelskammer und der Deutschen Industrie- und Handelskammer wird lettischen Unternehmen den Zugang zu Informationen und Kontakten zu Geschäftsmöglichkeiten in Drittstaaten ermöglichen, in denen Lettland keine eigene Vertretung hat. Dies wird die Exportmöglichkeiten lettischer Unternehmen erweitern und ihr internationales Partnernetzwerk stärken“, erklärt Geschäftsführerin der LIAA Ieva Jāgere.

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Kategorie

Aktualitäten

Standort

Berlin, Deutschland

Datum

8.09.2026