Lettland erzielt historischen Investitionsrekord in 2025

Lettland hat im Jahr 2025 einen historischen Meilenstein erreicht: Erstmals wurde innerhalb eines Jahres ein Investitionsvolumen von über 1 Milliarde Euro realisiert. Mit Unterstützung der Lettischen Investitions- und Entwicklungsagentur (LIAA) wurden 31 neue Investitionsprojekte mit einem Gesamtvolumen von 1,01 Milliarden Euro initiiert. Die Projekte sollen rund 1.350 neue Arbeitsplätze schaffen und unterstreichen die Attraktivität Lettlands als Investitionsstandort in Nord- und Osteuropa.

Der lettische Wirtschaftsminister Viktors Valainis erklärte dazu:
„Die Ergebnisse des Jahres 2025 bestätigen, dass Lettland zu den attraktivsten Märkten für Investoren zählt. Die Unterstützung durch die LIAA hat maßgeblich dazu beigetragen, ein historisch hohes Investitionsvolumen zu mobilisieren.“

Besonders dynamisch entwickelte sich der Bereich der ausländischen Direktinvestitionen (FDI). Nach Angaben der Bank von Lettland stiegen die FDI-Zuflüsse allein in den ersten drei Quartalen 2025 um 700 Millionen Euro.

Ausgewählte Investitionsprojekte 2025

Die Bandbreite der neuen Projekte spiegelt die Diversität und Zukunftsorientierung des Investitionsstandorts Lettland wider:

  • Der ukrainische Energiedienstleister Pars Terminal plant im Hafen von Riga den Bau einer Anlage zur Produktion erneuerbarer Kraftstoffe mit einem Investitionsvolumen von 120 Millionen Euro.
  • Der japanische Technologiekonzern Epson hat Riga als Standort für sein European Business Services Centre gewählt. Die Investition beläuft sich auf 6 Millionen Euro und schafft rund 150 neue Arbeitsplätze.
  • Das kanadische Digitaltechnologieunternehmen NtangledState errichtet in Riga ein Business Service Center mit einem Investitionsvolumen von 25 Millionen Euro und 200 neuen Arbeitsplätzen.
  • Im Bereich Sicherheit und Verteidigung plant das estnische Unternehmen Frankenburg Technologies eine Produktionsstätte für Kurzstrecken-Luftabwehrraketen mit einem Investitionsvolumen von 10 Millionen Euro.

Internationale Investorenbasis und Ausblick

Die Investitionen im Jahr 2025 stammen aus einer Vielzahl von Herkunftsländern, darunter Finnland, Schweden, Armenien, die USA, das Vereinigte Königreich, Australien, Litauen und die Ukraine. Besonders hohe Projektvolumina entfielen auf Investitionen aus Litauen (401,7 Mio. Euro), gefolgt von der Ukraine (125 Mio. Euro), den Niederlanden (120 Mio. Euro), Deutschland (100 Mio. Euro) und Österreich (80 Mio. Euro).

Die Geschäftsführerin der LIAA, Ieva Jāgere, betonte den positiven Ausblick:
„Für das Jahr 2026 haben wir uns erneut das Ziel gesetzt, mindestens 1 Milliarde Euro an neuen Investitionen zu gewinnen. Die aktuelle Projektpipeline mit einem Gesamtpotenzial von über 17 Milliarden Euro bietet dafür eine sehr solide Grundlage.“

Mit dem Rekordergebnis 2025 bestätigt Lettland seine Position als stabiler, innovationsorientierter und international wettbewerbsfähiger Investitionsstandort – mit klaren Perspektiven für weiteres Wachstum

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