Lettische Wirtschaftsdelegation vertieft Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen
Fast 100 lettische Unternehmer sowie Vertreter von Organisationen, zahlreiche Geschäftsgespräche und vier zentrale Wirtschaftsbereiche: Vom 14. bis 17. September war eine lettische Wirtschaftsdelegation in Berlin. Im Mittelpunkt standen neue Geschäftskontakte, konkrete Kooperationsmöglichkeiten und der weitere Ausbau der Aktivitäten lettischer Unternehmen auf dem deutschen Markt.
„Deutschland ist Lettlands größter Exportmarkt außerhalb der baltischen Staaten. Direkte Kontakte zwischen Unternehmen sind eine wichtige Grundlage dafür, neue Märkte zu erschließen und langfristige Partnerschaften aufzubauen“, betonte Wirtschaftsminister Viktors Valainis.
Die von der Lettischen Investitions- und Wirtschaftsförderungsagentur (LIAA) gemeinsam mit der Botschaft der Republik Lettland in Deutschland und weiteren Partnern organisierte Wirtschaftsmission brachte Unternehmen aus vier Bereichen nach Berlin: Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), FinTech, Life Sciences sowie Verteidigungs- und Dual-Use-Technologien.
„Lettland und Deutschland verbindet eine erfolgreiche wirtschaftliche Zusammenarbeit, und beide Länder teilen die Auffassung darüber, was getan werden muss, um das bilaterale Wirtschaftswachstum zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit Europas insgesamt zu stärken. Der europäische Binnenmarkt ist unser größter Vorteil, und Unternehmen zusammenzubringen ist ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Entwicklung in der Zukunft“, betonten die deutsche Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche und der Staatssekretär Thomas Steffen.

Vier Branchen, viele Möglichkeiten
IKT und Künstliche Intelligenz: Die lettischen IKT-Unternehmen präsentierten Lösungen in den Bereichen KI, Datenverarbeitung, Cybersicherheit und Prozessautomatisierung. Sie nahmen am Big Bang KI Festival und am 6th German-Baltic Digital Summit teil und besuchten unter anderem Microsoft, die Tesla-Gigafactory Berlin-Brandenburg und das Technologieunternehmen HEIDELBERG.
FinTech: Die lettischen FinTech-Unternehmen trafen mit rund 20 Vertretern von Investoren, Family Offices und Finanzunternehmen zusammen. Im Mittelpunkt standen der Marktzugang in Deutschland, Investitionsmöglichkeiten und die Zusammenarbeit mit deutschen Finanzmarktakteuren. Acht in Lettland regulierte Investmentplattformen betreuen bereits mehr als 800.000 Anleger im Ausland und vermitteln ein Investitionsvolumen von über 13 Milliarden Euro. Deutsche Anleger machen rund 30 Prozent der Nachfrage auf lettischen Investmentplattformen aus.
Life Sciences: Lettische Unternehmen sowie Vertreter von Hochschulen, Krankenhäusern und Forschungseinrichtungen trafen potenzielle deutsche Partner und informierten sich über Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Im Fokus standen gemeinsame Produktentwicklung, klinische Forschung, Technologietests und -validierung sowie Zertifizierung, Produktion und Vertrieb. Die Delegation besuchte unter anderem den Campus Berlin-Buch und BIOTRONIK.
Verteidigungs- und Dual-Use-Technologien: Die lettischen Unternehmen führten Gespräche mit dem Bundesverband der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV), dem Bundesministerium der Verteidigung und deutschen Industrieunternehmen. Im Mittelpunkt standen Lieferketten, Systemintegration, sichere Kommunikation sowie Drohnen- und Anti-Drohnen-Technologien. Die Delegation besuchte unter anderem Andres Industries AG und den Marienpark Berlin. Lettische unbemannte Systeme und Drohnenabwehrsysteme werden bereits in mehreren NATO-Staaten eingesetzt.

Kontakte, die über den Besuch hinausgehen
Für viele Teilnehmer war die Wirtschaftsmission ein wichtiger Schritt, um bestehende Kontakte zu vertiefen oder neue Geschäftsbeziehungen aufzubauen.
„Diese Mission hat gezeigt, was gezielte Arbeit nach einem ersten Treffen bewirken kann. Bei einigen Investitionsprojekten sprechen wir bereits nicht mehr über den Erstkontakt, sondern gehen gehen gemeinsam mit den Investoren die nächsten konkreten Schritte. Nach Abschluss der notwendigen Vorarbeiten sollen aus den Gesprächen konkrete Projekte werden. Für andere lettische Unternehmen war das Treffen in Berlin der erste Austausch mit einem potenziellen Partner. Nun gilt es, diesen Kontakt in den nächsten konkreten Schritt zu überführen.
Die LIAA wird die lettischen Unternehmen auch nach ihrer Rückkehr nach Lettland weiter unterstützen und die in Berlin besprochenen Projekte bis zu konkreten Ergebnissen vorantreiben,“ erklärt Vita Balode-Andrews, Direktorin der Abteilung für Export- und Innovationsdienstleistungen der LIAA.
Die Arbeit geht damit nach der Rückkehr der Delegation weiter. Ziel ist es, die in Berlin geknüpften Kontakte langfristig zu entwickeln und daraus konkrete Kooperationen zwischen lettischen und deutschen Unternehmen entstehen zu lassen.
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Kategorie
Aktualitäten
Standort
Berlin, Deutschland
Datum
16.-17.09.2026
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